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Beerdigung

 

Krankheit, Sterben und Tod gehören wesentlich zum Leben des Menschen. Im Angesicht dieser Grenzen stellt sich verstärkt die Sinnfrage. Die christliche Botschaft verkündet den Sieg des Lebens über den Tod. Er ist in der Auferweckung Jesu von den Toten begründet. Das ist der Kernsatz im christlichen Glaubensbekenntnis. Deshalb muss der Tod nicht verdrängt werden. Das Vertrauen in die Zusage Gottes birgt Hoffnung über den Tod hinaus.

 

Die christliche Begräbnisliturgie ist deshalb immer auch eine Feier in der Gemeinschaft. Sie ruft die Zusage Gottes in Erinnerung. Die Leidtragenden werden in einer solidarischen Gemeinschaft gestärkt. Rosenkranz und Trauergottesdienst (Requiem) sind darauf angelegt, Schmerz und Trauer der Angehörigen auf eine gute Zukunft zu öffnen.


Gegenwärtig verändern sich die Einstellungen zu Tod und Bestattung in unserer Gesellschaft und es entstehen sehr individuelle Begräbnisliturgien. Aus christlicher Sicht ist folgendes zu bedenken:
Die in jüngerer Zeit verbreitete Privatisierung des Todes auf den engsten Familienkreis ist auf die christliche Gemeinde hin zu öffnen. Die Bestattungsformen sollten darauf ausgerichtet sein, dass es einen konkreten Ort der Trauer gibt.

 

Die Vielzahl von verschiedenen Beisetzungsformen sollte die christliche Tradition nicht verdecken. Dabei muss die christliche Kultur in der liturgischen Feier noch erkennbar sein. Leider gehört die traditionelle Erdbestattung zwischenzeitlich zu den teuersten Bestattungsformen. Somit ist für viele Bedürftige aus finanziellen Gründen keine freie Entscheidung möglich. Eine öffentliche Diskussion darüber ist sehr sinnvoll.

 

Im Todesfall kann ein Pfarrer gerufen und die Scheidegebete gesprochen werden. (Gotteslob Nr. 608 Abschnitt 4)

 

Die örtlichen Bestattungsinstitute helfen bei der Organisation der Beerdigung und koordinieren den Beisetzungstermin mit dem Pfarramt.